Wie schon erwartet, ist es bei unserem Rückflug für den 16.12., 0:50 Uhr ab Kuala Lumpur geblieben. Da der Flughafen inzwischen wieder geöffnet ist, hätten wir von Emirates nochmals eine Umbuchung zurück nach Bangkok für den 12.12. bekommen können, haben uns aber dagegen entschieden. Die Sicherheit ist in Thailand zwar bestimmt kein Problem -sofern man sich von Menschenansammlungen fernhält- aber die politische Situation ist hinreichend instabil, so daß man nicht sichergehen kann, daß der Flughafen nun wirklich dauerhaft geöffnet ist. Nachdem die regierende Partei vor zwei Tagen verboten wurde und sich unter anderem Namen sofort neu gegründet hat, hat die Opposition bereits gedroht den Flughafen erneut zu besetzen, sollte die geplante Regierungsbildung ab dem 08.12. nicht die gewünschten Änderungen mit sich bringen.
Deshalb fliegen wir lieber ein Tage später, sind dafür aber an Weihnachten sicher zuhause. Glück habe wir mit unserem Visum: Es läuft erst genau am Tag unseres Rückfluges ab und muß daher nicht nochmal verlängert werden. Unseren Regionalflug nach Bangkok kriegen wir leider nicht erstattet oder nach Kuala Lumpur umgebucht, den müssen wir leider neu buchen.
Die Zeit bis zum Rückflug verbringen wir jetzt auf der kleinen Insel Con Dao im südchinesischen Meer. Gestern sind wir mit dem Flug von Saigon angekommen, am 13.12., also in einer Woche, geht es wieder zurück. Dann folgt noch eine Nacht in Saigon, am 14.12. der Flug nach Kuala Lumpur und dort ebenfalls noch eine Übernachtung, bevor wir am Abend des 15.12. in die Maschine nach Dubai steigen.
Con Dao ist vom Tourismus noch annähernd unberührt. Ein großes Luxus-Resort ist zwar im Bau, bislang gibt es jedoch nur drei Hotel, die alle drei mit Schaltern in der Ankunftshalle des winzigen Flughafens vertreten sind (im Hintergrund sichtbar).

Es gibt ein ganz billiges (mit Zimmern ohne Fenster), ein schlechtes (Staatsbetrieb) und ein halbwegs vertretbares, aber im Landesvergleich überteuertes Mittelklassehotel, dem „Con Dao Resort“, in dem wir jetzt sind. Durch vietnamesisches Management für vorwiegend vietnamesische Gäste und vietnamesischen Standard geführt, ist die Anlage eigentlich im Prinzip nicht schlecht angelegt, aber heruntergekommen und wenig gepflegt. Dafür ist es das einzige Hotel am Strand, mit Blick vom Balkon direkt auf das Meer. Auch tummeln sich hier die einzigen zehn nicht-vietnamesischen Touristen auf der Insel.

Aber wenn man unbedingt am Ende der Welt Urlaub machen möchte, sollte man vielleicht dankbar sein, eine einigermaßen vertretbare Unterkunft gefunden zu haben. Eigentlich schmerzt es nur vor allem beim direkten Vergleich mit Phu Quoc, da wir dort für das gleiche Geld eine um Welten bessere Leistung bekommen habe.
Das Wetter hingegen ist ganz angenehm. Es ist zwar sehr windig, regnet aber nicht, und die Temperatur liegt ganztägig bei nicht schweißtreibenden, aber auch nicht kalten 27°C. Unsere vietnamesichen Sprachkenntnisse verbessern sich zudem rapide, da auf der Insel außer einer handvoll Hotelangestellten niemand Englisch spricht 🙂

