Wie Ihr Euch sicher schon denken konntet, sind wir auf der paradiesischen Insel Phu Quoc angekommen und haben darüber ganz das Bloggen vergessen! Deswegen jetzt in Kurzform die letzten Tage.
Nachdem wir vorgestern der Regenhölle von Hue Richtung Saigon entkommen waren, ging es von dort in einer kleinen Maschine direkt weiter nach Phu Quoc. Einziger kleiner Zwischenfall war das Taschenmesser, welches ich in meinem Handgepäck-Rucksack vergessen hatte und das bei der Sicherheitskontrolle im Mini-Flughafen von Hue aussortiert wurde, gnädiger als bei uns aber noch nachträglich am Schalter abgegeben werden konnte und in einer „Safety Box“, einem großen Schuhkarton, den Rucksäcken auf Ihrer Reise in die Gepäckkammer des Flugzeuges folgen durfte.
Angekommen in Phu Quoc wurden wir dann direkt zu unserem Resort gebracht. Wie schon geschrieben hatten wir wahnsinniges Glück, in dieser Anlage noch einen freien Bungalow zu kriegen.
Und genauso traumhaft wie erwartet ist es auch !
Nicht wegen Kühlschrank, Klimaanlage, Warmwasser, Internet oder Fernseher, sondern weil man vom Balkon direkt auf den Strand fällt. Vom Bett aus sind es 4 Schritte auf den Balkon, drei Stufen auf den Strand runter und dann noch 20 Schritte ins Wasser.
Einfach nur perfekt !
Der Sonnenuntergang läßt sich bei einem Bia Sái Gón (Saigon Bier) genüßlich von Balkon aus genießen. Die Fotos sind auch von dort gemacht.
Auch ansonsten ist es hier super: Das Wasser ist lauwarm, und im Dunkeln leuchtet es sogar. Wenn man abends darin schwimmt, sieht es aus, als würden die Hände beim Rudern grünliche Funken sprühen. Hervorgerufen wird das durch winzige Kleinstlebewesen, die bei Störung anfangen zu leuchen, Bioluminiszenz.
Nur an den Tagesrhythmus muß man sich als spät zu Bett gehender Europäer erst gewöhnen. Um 10 oder 11 nach dem Abendessen feiern gehen ist hier nicht drin. Nicht nur mangels Ausgehmöglichkeiten (Lokale und Restaurants gibt es allerdings genug) sondern weil alles sehr früh schließt. Der Vietnamese geht halt gerne früh schlafen. Abendgegessen wird so um sechs bis sieben, und dann wird es schnell ruhiger. Die letzen Mini-Märkte schließen ebenso wie die Restaurants gegen 22 Uhr. Auch der Nacht(!)-Markt schließt um 22 Uhr, Frühstück gibt es nur bis 10 Uhr.
Etwas verständlicher wird das allerdings, wenn man bedenkt, daß schon gegen halb sechs die Sonne untergeht und es dann schnell stockdunkel wird. Wer spät aufsteht, hat da wenig vom Tag, weswegen es durchaus Sinn macht sich anzupassen.
Bevor ich in diesem Sinne jetzt ins Bett bin, unseren Zimmergenossen Gecko 1 noch aus der Tüte mit den Süßigkeiten vertreibe (ich höre es alle paar Minuten rascheln) und Gecko 2 an der Decke gute Nacht wünsche, noch kurz was zu unserem Rückflug, weil Ihr bestimmt während der Tagesschau dran gedacht habt:
Eigentlich wollten wir am 6. Dezember von Saigon nach Bangkok und am 7. von Bangkok nach Dubai und Düsseldorf fliegen, aber nach den Unruhen mit Blockade der Flughäfen Survanabumi und Don Muang in Bankgkok ist dies noch recht unsicher. Auch im Falle eines Militärputsches in Thailand ist keinesfalls klar, daß die Flüge danach schnell wieder normal abgefertigt werden. Sowohl Air Asia (für SGN-BKK) als auch Emirates (für BKK-DUB-DUS) bieten an, entweder unter Anrechnung des gezahlten Flugpreises einen anderen Flug zu buchen, z.B. über Singapur oder Hongkong, oder aber den ersten regulären Flug auf der gebuchten Strecke, sobald der Flugbetrieb wieder aufgenommen wird.
So gut das erst einmal klingt, stellt sich aber das Problem, daß wegen der knappen Kapazität durch den Wegfall von Bangkok und den zusätzlichen Passagierzahlen in Singapur von dort gar keine bezahlbaren Flüge nach Dubai vorhanden sind, schon gar nicht kurzfristig.
Sofern sich die Lage bis dahin nicht beruhigt hat, wird es kaum eine günstige Alternative dazu geben, in Saigon einige Tage abzuwarten und die Wiederaufnahme des Flugverkehrs abzuwarten. Ein bequemes Hotelzimmer zu 20€/Nacht für ein paar Tage länger zu nehmen ist da sicher besser als 2.000,- € pro Person für einen Flug auszugeben, sofern ein Ende der Krise halbwegs absehbar ist.
Mehr dazu in den nächsten Tagen, wenn die Lage klarer ist.
Gute Nacht aus Vietnam!






Sehr hübsch das Ganze…muss gestehen, dass ich ein wenig schadenfroh gegrinst habe: ist wohl nichts dem Thailand-Schlafrhythmus 04:00 bis 14:00 Uhr?? :-))
Ja…das sieht wirklich ganz toll aus…Wahnsinn. Und das mit der Biolumineszens kennen wir doch auch noch aus Thailand…nicht wahr liebe Susanne? Kann mich da noch an ein Mitglied unserer kleinen Reisegruppe erinnern, welches panisch aus dem Wasser geflohen ist…hihi 😉
Beobachte ebenfalls die Situation in Bangkok, besonders im Hinblick auf Euren Rückflug, gespannt und etwas besorgt. Aber macht Euch mal keine Gedanken: So lange dauert das bei den kleinen Thais ja nie bis die sich wieder beruhigt haben 😉
Falls ich aber von hier aus irgend etwas für Euch tun kann (Rumtelefonieren, Infos einholen) sagt einfach Bescheid. Ist wahrscheinlich von D aus einfacher. Eine aktuelle Thailand-Ansage des Auswärtigen Amtes gibt es z.B. unter 030 – 5000 600 601.
Aber bis dahin: Genießt Eure Trauminsel und lasst es Euch gut gehen!
Viele Grüße,
René
Hi Ihr Zwei,
echt beneidenswert sonnig und warm habt ihr’s!
Hier habe ich die Sonne vor gefühlten 200 Tagen das letzte Mal gesehen…
Aber dafür gibts wieder lecker Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt…
Erholt euch gut und weiterhin viel Spaß!
Und wenn’s geht, dann schmuggelt die Sonne mit nach Deutschland 🙂
Bis denne,
Markus
Ja, ja, lach nur Susanne !
In der Tat ist es hier so:
– bis 10 Uhr Frühstück
– bis 22 Uhr Abendessen, und
– „please do not come back to the hotel later than 12pm!“
Steht in den Hotelregeln, zum Glück aber schwer durchzusetzen bei Bungalows am Strand, hehe….
Die kleinen Leuchtdinger am Strand haben wirklich manchmal etwas gepiekst-aber nicht schlimm.
René: Vielen Dank für das Angebot, aber da ich Internet hab geht das von hier aus genauso gut wie von zuhause. Selbst die halbe Stunde in der Warteschleife vom Callcenter der Emirates haben mich über Skype-Out nur Centbeträge gekostet. Wär sonst recht teuer geworden, mit Viet-Sim nach Deutschland kostet auch einen Euro pro Minute. Aber dank PC (auch wenn Silke das nicht gerne hört) ging alles super 🙂