Nach der abendlichen Ankunft in Bangkok gibt’s erst mal das erste Beer Chang in einer kleinen Parallelstraße zur Khao San, der Party- und Rucksackreisendenecke in Bangkok.
Die, die damals schon mal mit mir da waren, werden sich an das Lokal erinnern.Das Stichwort: „Kaaaaaa…..“ Für die, die nicht da waren: „Ka“ ist ein gesprochenes Schlußwort am Satzende, daß das Geschlecht des Sprechers deutlich macht. „Krap“ für Männer, „Ka“ für „Frauen“. Da besagtes, langgezogene „Ka“ aber von den männlichen Bediensteten des Lokals kam, wissen jetzt auch mindestens die Kölner unter uns, was gemeint ist. Aloha…..
Vom eiskalten Chang kann uns dies aber natürlich nicht ablenken !
Am nächsten Tag ging es dann vor dem Weiterflug nochmal Richtung Palast und Chao Praya-Flussufer. Hierzu ein kleines Suchspiel: Was passt nicht in dieses Bild (Bild in Großansicht öffnen) ?
Richtig ! Alle tragen schwarz (oder weiß), nur eine Touristin ganz links im Bild rot. Glücklicherweise wurden wir von den Thai so ca. alle 10 Meter darauf hingewiesen -im harmlosesten Fall durch entgeisterte Blicken- aber was soll man machen. Schließlich hatten wir die Tafel im Hotel übersehen, die die Gäste darüber informierte, dass an dem Tag die Schwester des Königs, die im Monat zuvor verstorben und 30 Tage im Palast aufgebahrt worden war, nun beerdigt werden sollte. Alle königstreuen Thai standen also an der Straße, um der Schwester des Königs bei Ihrer letzten Fahrt die Aufwartung zu machen – und die Touris laufen dann in Rot, der Farbe der Freude herum (allerdings muss man dazu sagen, dass wir nicht die einzigen waren).
Glücklicherweise lies sich dieser Fehler auf der Khao San mit einem schwarzen Shirt für wenige Baht korrigieren:
Da spaziert es sich doch gleich wieder viel angenehmer !
Nach dem Rundgang und einem Drink am Flussufer ging es dann zurück zum Hotel, die Rucksäcke holen, um zum Flughafen zu fahren. Dreieinhalb Stunden vor Abflug losfahren, das sollte bei einer Fahrtzeit von 40 Minuten ja locker reichen.
Das war Fehler Nummer 2.
Wenn mindestens 100.000 königstreue Thai alle vom Königspalast nach Hause wollen, und das Hotel gerade mal 300 Meter vom Palast entfernt ist, sollte man sich überlegen, ob man dann nach Ende der Veranstaltung ein Taxi bekommt – Sylvester in Köln läßt grüßen (auch wenn der Anlaß ein ganz anderer ist).
„No taxi – minimum wait one or two hour“ war also die lapidare Auskunft an der Hotelrezeption, und das, nachdem wir selbst schon dreimal um den Block auf der Suche nach einem freien Taxi gelaufen waren. Dazu muß man sagen, daß man in Bangkok sonst keine drei Schritte gehen kann, ohne daß die Taxis an einem kleben: „Taxi – Taxi – you need taxi ?? – huup – huuuup“.
An der Rezeption fanden wir dann einen hilfsbereiten Touristen, der meinte in der Nähe der Khao San stündlich abfahrende Expressbusse zu kennen – die hätten schon vorher andere mit demselben Problem genommen. Das war 10 vor 4, um 4 sollte der nächste fahren. Wir also mit komplettem Gepäck im Laufschritt Richtung Expressbus – bei 35 Grad. Kurz bevor ich umgekippt wäre -mitten auf der Khao San- haben wir dann doch noch ein freies Taxi gefunden. 35 Minuten später waren wir dann am Flughafen, 3 Stunden später in Hanoi 🙂
Mehr davon, wie’s uns in Hanoi ergangen ist gibt’s bald !






Ach ja, die guten alten Zeiten in Bangkok! War denn der süße Kellner auch wieder da? (Die Männerauswahl in Deutschland ist irgendwie aber auch nicht besser. ;-)) Ich lese mit Interesse Eure Berichte und freue mich, wenn wir uns nach Eurer Rückkehr wieder sehen und ausführlich quatschen können. Apropos, ich schulde Dir auch noch ein Geburtstaggeschenk, wie wäre es also mit essen gehen zu dritt – den Staubsauger konnte ich beim besten Willen nicht importieren! LG Susanne
Also Männer hab ich da keine gesehen, aber eine Menge Schwestern 😉 Ich glaube nicht, daß es da in Deutschland noch schlimmer kommen kann…
Das mit dem Staubsauger ist kein Problem, dachte mir schon daß Du Deinen Koffer in NY sinnvoller füllen kannst als mit 6 Kilo bleischwerer Technik 🙂 Trotzdem danke!