Überfahrt und Weiterreise nach Hue haben problemlos geklappt, auch wenn alles etwas hektisch war.
Nachdem wir das Boot nach Hai Phuong und den Zug zurück nach Hanoi genommen haben, ging es in Hanoi erst einmal darum, die vorbestellten Flugtickets für die spätere Weiterreise in den Süden abzuholen. In der vereinbarten „Travel Agency“, die das Ticket aushändigen sollte, war bei unserer Ankunft um 21 Uhr nur noch die Nachtwache – und die wußte von gar nichts.
22:30 Uhr sollte unser Anschlußzug nach Hue gehen, und zum Bahnhof waren es noch 20 Minuten mit dem Taxi. Hektisch wurde herumtelefoniert und der Chef aus dem Bett geklingelt (Vietnamesen gehen früh schlafen!), der schließlich eine Viertelstunde später auf seinem Roller vorbeikam. Ein weiteres Telefonat mit unserem Hotel klärte dann die Lage: Unser Hotel hatte vergessen weiterzugeben, daß wir die Tickets bereits am gleichen Abend abholen wollten – trotz ausdrücklichem Hinweis von uns (Antwort: „no problem, open 24 hours!“).
Nun wurde also der Safe aufgefummelt, und hervor kamen zwei schlecht kopierte Ausdrucke, auf denen unsere Flugdaten standen. Für diese rotzige Kopie sind wir also quer durch die Stadt gehetzt und hätten beinahe unseren Zug verpaßt. Und das, obwohl es sich – wie ich inzwischen weiß – um E-Tickets handelt. Das heißt die Ticketnummer, ja sogar Pass und Flugnummer hätten am Flughafen zum Einchecken gereicht. Aber man lernt ja nie aus…
Auf jeden Fall haben wir unseren Zug noch knapp bekommen. Natürlich nicht, ohne schnell noch etwas Wegzehrung bestehend aus Schweineohren, Milchbrötchen und Marzipanschnecken (der ganze Beutel für nicht mal zwei Euro) bei einer französischen Bäckerei einzupacken, so viel Zeit muß sein. Wer mag im Zug schon Reis zum Frühstück?
Die Fahrt war sehr angenehm, auch wenn nur noch ein Schlafwagen 2. Klasse, „hard sleeper“, frei war. Das 6er-Abteil teilten wir mit zwei jungen Vietnamesen.
In Hue angekommen haben wir uns direkt zu unserem anvisierten Hotel fahren lassen und hatten Glück: Wir haben nicht nur ein Zimmer bekommen, sondern gleich das beste im ganzen Haus – Penthouse mit Blick zu drei Seiten ohne Aufpreis, um Welten besser als das in Hanoi.
Nach einem kurzen Rundgang durch Hue vorbei am Kaiserpalast gab es am nächsten Morgen leider nur eine Aussicht: Regen, Regen, Regen.
Und damit meine ich nicht Regen wie bei uns: mal ein Schauer, trocken, dann wieder ein Schauer. Oder wie beim Monsun, kurz aber heftig. Nein, es regnete wie sonst bei einem starken Gewitter, nur ohne Pause von morgens früh bis abends spät.
Da dies unser einziger Tag in Hue war und die Besichtigung der Stadt nicht völlig ins Wasser fallen sollte, gab es nur eins: Zwei Regencapes Typ „Poncho“ (oder eher „Hui Buh?“) gekauft, Roller gemietet und damit in Richtung Königspalast. Die Angestellten an der Rezeption lachten schon als wir losfuhren („do you think the weather is going to get better today?“ – „I don’t think so “ *grins*), und doppelt so laut, als sie uns sahen als wir wiederkamen.
Trotzdem haben wir es geschafft, die Kaiserstadt und die darin liegende verbotene Stadt zu besichtigen, und wir waren -welch Wunder- fast die einzigen Touristen.
Die Bilder können nicht annähernd wiedergeben, wie es geschüttet hat. Trotzdem hat uns das nicht abgehalten, anschließend noch eines der außerhalb der Stadt liegenden Kaisergräber zu besuchen. Durch den starken Regen war die Sicht nicht so toll, weswegen wir uns erst mal etwas verfahren haben. Schließlich haben wir das Grab des Tu Duc dann aber doch noch gefunden. Viele Bilder gibt es allerdings nicht, weil wir kein dringend benötigtes Unterwassergehäuse für die Kamera dabei hatten. Schön war das gartenartig angelegte Gelände aber trotzdem.
Völlig durchnäßt waren wir mit Einbruch der Dunkelheit wieder auf unserem Zimmer und hoffen jetzt, daß unsere Sachen schnell trocknen. Denn so geht’s morgen weiter:
9:10 Uhr Flug VN251 Hue – Saigon
12:45 Uhr Flug VN481 Saigon – Phu Quoc
Abholung vom Flughafen und dann für 6 Tage in den reservierten Bungalow im Sea Star Resort, direkt am Sandstrand mit Blick auf den Sonnenuntergang, dazu Klimaanlage, Warmwasser und Kühlschrank. Alles genau wie erhofft.
Herrlich, weg vom Regen und endlich richtig ausspannen!
Falls es morgen noch keine Bilder vom Strand geben sollte, dann nur weil wir faul in den Sonnenliegen hängen 🙂






Servus Ihr zwei,
na bis jetzt hört sich das Ganze ja sehr interessant an. Hoffe es geht so weiter mit euren Geschichten.
Viele liebe Grüße.
Jens
P.S.: Bangkok ist z.Z. zu, hoffe es klappt mit dem Rückflug
Moin ihr beiden,
hoffe, das Wetter ist wird bald besser – sind ja wirklich interessante Bilder von euch! – Allein ich kriege es noch nicht auf die Reihe, mir das vorzustellen, dass du NUR EINEN Rucksack mithast!
Was ist mit deinem persönlichem Kraftwerk (Reiseakku)? WLan Antenne, mit der du das Zirpen der Heuschrecken in 3 km Entfernung emfangen kannst?
Das soll alles in deinen Rucksack passen? 😉 – nicht leicht vorstellbar *g*
Liebe Grüße
Mark
Och das geht schon, alle schweren Sachen kommen dann eben ins Handgepäck 🙂 Den Henkelakku habe ich zwar nicht dabei, aber natürlich die WLAN-Richtantenne – hab damit hier immer ein offenes Netz finden können.
Und das Beste: Ich hatte nicht mal Übergepäck, nur 15 Kilo!